Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) und die in London ansässige Intergenerational Foundation (IF) loben gemeinsam im zweijährigen Turnus den Generationengerechtigkeits-Preis aus, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Er wurde durch die Stiftung Apfelbaum angeregt und wird durch sie finanziert.

Der Generationengerechtigkeits-Preis 2022 beschäftigt sich mit dem Thema

„Existenzielle und unbekannte Risiken für zukünftige Generationen“

 

Unter existenziellen Risiken versteht man alle potenziellen Gefahren, die die Menschheit zerstören oder sie ihres Potenzials berauben könnten. Dafür muss die Menschheit nicht aussterben, es würde schon reichen, wenn sie einen unumkehrbaren Kollaps ihrer Zivilisation erleiden würde, oder wenn sie nicht mehr frei über ihr eigenes Schicksal verfügen könnte. Solche Risiken können sowohl menschlichen, als auch natürlichen Ursprungs sein – sie können uns auch heute noch unbekannt sein.

Was den Umgang mit existenziellen bzw. jetzt noch unbekannten Risiken besonders schwer macht, ist, dass wir noch keine Erfahrungen mit ihnen sammeln konnten. Wir haben das Gefühl, dass existenzielle Risiken nie oder jedenfalls nicht in unserer Lebensspanne eintreten werden.

Erdgeschichtlich betrachtet steht die Menschheit noch ganz am Anfang und die meisten Individuen – wenn keine Katastrophe die Menschheit auslöscht – werden erst noch erst geboren werden. Diesen zukünftigen Menschen muss daher durch unser proaktives Handeln die Chance gegeben werden, das Potenzial der Menschheit auszuschöpfen. Die heutige Generation ist in Folge der gewachsenen Mittel zur Selbstauslöschung zu mehr Umsicht aufgefordert als alle früheren Generationen.

Wir bitten um Beiträge, die das Thema aus verschiedensten Perspektiven betrachten und analysieren. Um die vollständigen Teilnahmebedingungen zu erhalten (vollständiger Themenaufriss, formale Teilnahmebedingungen und ein offizielles Anmeldeformular), wenden sich Interessierte bitte mit dem Betreff „Generationengerechtigkeits-Preis 2022“ per Mail an kontakt@srzg.de.

Die besten Beiträge können in den kommenden Ausgaben der Intergenerational Justice Review veröffentlicht werden.