Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) und die in London ansässige Intergenerational Foundation (IF) loben gemeinsam im zweijährigen Turnus den Demografie-Preis aus, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Er wurde durch die Stiftung Apfelbaum angeregt und wird durch sie finanziert.

Der Demografie-Preis 2019 beschäftigt sich mit dem Thema

„Wohnungskrise: Wie können wir die Situation für junge Menschen verbessern?“

In vielen europäischen Ländern ist bezahlbares Wohnen ein drängendes und brisantes Thema, insbesondere in Großstädten und Universitätsstädten. In der Debatte um Wohneigentum, Mietpreiserhöhungen oder Mietpreisbremse wird oft vergessen, dass die verschiedenen Generationen auf deutlich unterschiedliche Weise betroffen sind. Steigende Miet- und Kaufpreise erschweren speziell jungen Menschen den Zugang zum Wohnungsmarkt.

Was oft als „Wohnungskrise“ bezeichnet wird, kann durchaus als eine Frage der Generationengerechtigkeit angesehen werden, denn die Babyboomer hatten leichteren Zugang zu Wohnungen oder zu den Mitteln zu deren Finanzierung. Heute profitiert die Babyboomer-Generation von der Wohnungsungleichheit in zweierlei Hinsicht: durch Immobilienwerte und Mieteinnahmen.

Spiegelbildlich gilt für die jüngeren Generationen: Die heutige Nachfrageerhöhung führt zu weiterem Druck auf den Wohnungsmarkt im Niedrigpreissegment, was wiederum zu einer Erhöhung der Mietbelastung für untere und mittlere Einkommensgruppen führt und auch den Kauf von Wohnimmobilien erschwert. In vielen europäischen Ländern ist das Eigentum an Immobilien zu einer deutlich größeren Quelle der Wohlstandsungleichheit zwischen den Generationen geworden als das Lohngefälle.

Bei der Situation auf dem Wohnungsmarkt zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen den Ländern. Ein Vergleich innerhalb der EU weist deutliche Unterschiede bei der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums für die nächste Generation auf. Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass eine erfolgreiche Wohnungspolitik also durchaus möglich ist.

 

Gewinnen Sie bis zu 10.000 Euro Preisgeld und eine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift!

Das Preisgeld von 10.000 Euro wird anteilig an die besten Einreichungen vergeben, wobei auch mehr oder weniger als drei Preise vergeben werden können. Die Entscheidung über die Vergabe des Preises basiert auf den Empfehlungen einer Jury aus unabhängigen Expert*innen. Ausgezeichnete Wettbewerbsbeiträge werden durch die Redaktion der Intergenerational Justice Review (IGJR; www.igjr.org) für die Sommerausgabe 2020 zur Veröffentlichung in Betracht gezogen.

Einsendeschluss: 1. Dezember 2019

 

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Wer darf teilnehmen?
Teilnehmen dürfen Forscher*innen aus allen Disziplinen. Es gibt keine Altersbeschränkung. Wir ermutigen insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen (Student*innen, Absolvent*innen und Post-Docs) zur Teilnahme. Auch Teambeiträge sind möglich.
Bitte beachten Sie: Zweck des Demografie-Preises ist es, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Jahresthema anzuregen. Projekte und Initiativen können durch den Preis nicht finanziell gefördert werden.

Die Einreichung:
Die Einreichungen sollen innovativ und praxisorientiert sein. Dabei können Reformvorschläge oder Analysen auf internationaler Ebene oder aus fallbezogener Perspektive ausgearbeitet werden. Willkommen sind deutsch- sowie englischsprachige Beiträge mit 5.000 bis 8.000 Wörtern. Um die vollständigen Teilnahmebedingungen zu erhalten (Formatierungsvorgaben etc. und ein offizielles Anmeldeformular), wenden Sie sich bitte per Mail an Maria Lenk (Büroleiterin) unter kontakt@srzg.de.

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Ansprechpartnerin:
Maria Lenk, Büroleiterin
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