Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen verlieh zum Beginn der neuen Legislaturperiode 2014 erstmals den Legislativ-Preis für Generationengerechtigkeit. Die Auszeichnung ging an das Gesetz zum Atomausstieg, das 2011 beschlossen wurde.

Die Auswahl des Gesetzes erfolgte durch eine hochkarätige Jury: Dr. Bettina Munimus (Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen), Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher (Wissenschaftlicher Beirat der Stiftung zukünftiger Generationen, Universität Ulm), Dr. Maja Göpel (Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie), Prof. Dr. Ute Mager (Forschungsstelle Nachhaltigkeitsrecht, Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Miranda Schreurs (Leiterin der Forschungsstelle für Umweltpolitik (FFU) und Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin).

lege_01Der schon seit den 1970er Jahren breit geforderte Atomausstieg führe Deutschland „in eine ökologisch nachhaltigere, sichere und generationengerechtere Zukunft“, so die Begründung der Jury. „Das Atomausstiegsgesetz ist eine langfristige Investition in Technologien, die vor allem den kommenden Generationen zugute kommen.“

Die Preisverleihung für generationengerechte Gesetze fand am 8. April 2014 in den Räumlichkeiten der Humboldt Viadrina School of Governance in Berlin am Vorabend des Trialogs Energiewende statt. „Der Preis ist eine außergewöhnliche Gelegenheit, über die Zukunft ins Gespräch zu kommen“, so Gesine Schwan in ihrem Grußwort.

Bettina König von der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen würdigte das Atomausstiegsgesetz in ihrer Laudatio als ein weg- und zukunftsweisendes Gesetz für heute lebende und kommende Generationen. Deutschland gehe damit als Staat und Industriestandort einen mutigen und einmaligen Weg. Das Gesetz sei ein Schritt nach vorne in eine sicherere und umweltfreundlichere Zukunft und reduziere Belastungen für kommende Generationen.

Der Legislativ-Preis wurde stellvertretend von jungen Abgeordneten der vier Fraktionen des Bundestages in Empfang genommen. Als Repräsentanten der jungen Generation soll ihnen mit diesem Preis mit auf dem Weg gegeben werden, sich in der kommenden Wahlperiode für eine generationengerechte Politik einzusetzen. Steffen Kanitz MdB (CDU/CSU), Mahmut Özdemir MdB (SPD), Clara Herrmann (Die Grünen, MdA Berlin) und Diana Golze MdB (Die Linke) nahmen die Preisverleihung zum Anlass, für die Bedeutung der Energiewende zu werben.

Der Abend klang dank vieler großzügiger Sponsoren bei einem Empfang mit nachhaltigem Buffett und Getränken in netter Atmosphäre aus. Mehr dazu in einem Bericht im Tagesspiegel.
 

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